Europas (neue) religiöse Intoleranz. Hintergründe - Analysen - Perspektiven

Kreuz, Kippa, Kopftuch – gehören auch Sie zu der wachsenden Zahl an Österreicherinnen und Österreichern, die bei mindestens einem dieser Symbole ein leichtes Unbehagen bis hin zum Schaudern befällt? Am besten verbieten, weg damit, nichts damit zu tun haben?

Die Philosophin Martha Nussbaum stellt für Europa (wie die USA) eine zunehmende religiöse Intoleranz fest, die vor allem Muslime betrifft, aber auch Jüdinnen und Juden, Christinnen und Christen sofern sie ihre religiöse Zugehörigkeit sichtbar machen. Angst ist ein urtümliches Gefühl, aber mitunter auch ein hochgradig gefährliches. Schnell mündet sie in Hass und Verfolgung des „Anderen“. Der Vortrag analysiert die Hintergründe der „Angst vor Religion“, insbesondere vor „dem Islam“, zeigt die hoch problematischen gesellschaftlichen und politischen Konsequenzen auf und entwickelt Perspektiven, wie ein angstfreies Zusammenleben in Pluralität aussehen könnte. Getragen von soliden Grundsätzen, festen Argumenten und vor allem einer zu Neugier und Empathie beflügelnden Fantasie. Denn Religionen müssen nicht gefährlich sein – sie können uns alle bereichern.

Referentin: Mag.a Michaela Neulinger MA, Univ. Assistentin, Innsbruck 

Ein zentraler Begriff der evangelischen Theologie und seine biblischen und theologischen Hintergründe

Als Martin Luther vor 500 Jahren die 95 Thesen veröffentlichte, wollte er damit keine neue Kirche eröffnen. Er sah sich vielmehr in Einklang mit der Theologie von Paulus und Augustinus. Wir wollen erfahren, was der zentrale reformatorische Grundbegriff „Rechtfertigung“ ausmacht. Das ist brandaktuell: Denn die Frage „Was bin ich wert?“ stellt sich in der Leistungsgesellschaft schärfer denn je.

Referent: Dr. Rainer Dahnelt, Evangelischer Pfarrer, Innsbruck